Jahres-End-Gedanken

Es ist der 31. Dezember und, nunja, das Jahr ist zu Ende und wir sind – das muss man einfach mal zugeben – für den Moment einigermaßen erschöpft vom Sonnenhaus. Das wird mit steigendem Sonnenstand und steigenden Temperaturen wieder besser. Momentan zerrt die Bauerei an den Nerven und unsere nächste notwendige Etappe lautet: Einzug. Wir reden hier nicht von einem fertigen Haus, wir reden einfach nur davon, die Zahl der Schauplätze unseres Alltags zu minimieren. Denn das Pendeln – obwohl nur über eine lächerliche Distanz von rund einem Kilometer – zwischen Haus und Wohnung  nervt. Irgendwas, das man grad in der Wohnung braucht, liegt immer im Haus. Dafür liegen andere Dinge in der Wohnung, die man aber grad im Haus braucht. Butter, Eier, ein Topf. Irgendwas.

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Wir haben in diesem Jahr wirklich viel erreicht. Das Dach ist gedeckt. Ich schreibe es an dieser Stelle mal, weil es vermutlich niemandem auffällt, weil ja alte Biberschwänze drauf liegen und keine neuen makellosen Dachsteine. Und jeder Zweite läuft sicher auch an unseren neuen, nach außen öffnenden Kastenfenstern einfach vorbei. Dabei sind sie unser ganzer Stolz und wie ich vor Weihnachten dann Engel und Bergmann, meine beiden großen erzgebirgischen Holzfiguren, in eines der Fenster gestellt habe – ja, da ging mir wirklich das Herz auf. Engel und Bergmann wohnen also schonmal im Haus. Wenigstens jemand!

Aber für unseren Einzug reicht es halt noch nicht. Noch fehlt die Heizung. Wobei eigentlich haben wir die. Und zwar selbst verlegt. Das heißt: Ich war es nicht, sondern mein lieber Chefarchitekt. Zusammen mit seinem Vater. Weil da sonst niemand war. Keine Handwerker, die Zeit gehabt hätten. Alle Wandheizungsleitungen sind verlegt, nur fehlt die eigentliche Heizung, also die Gastherme noch. Und so einige Meter Fussbodenheizung für Küche und Gartensaal. Aber im Januar kommt der Elektriker und zieht im ganzen Haus Strippen. Endlich! Weil: Strom haben wir bis dato nur an einigen Ecken im Haus, ansonsten liegen überall Kabel herum, über die man trefflich stolpern kann. Und ich freu mich so drauf, wenn man endlich in den Zimmern das Licht anknipsen kann und vom Markt oder Kirchplatz her zu sehen ist: In diesem Haus ist Leben. Denn das ist ja der Fall, nur eben nicht überall und vor allem nicht zu jeder Zeit.

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Ich möchte, dass die Kinder im Haus ein Zimmer haben und dort spielen können. Ich möchte, dass ich endich, endlich, endlich einen Raum habe, in dem ich die Wäsche für diese ganze, meistens wunderbare Familie bearbeiten kann. Momentan okkupiert der Kram unsere Küche (da steht die Waschmaschine), unser Wohnzimmer (da steht meist der Wäschetrockner) und unser Bad (der Ort der Dreckwäsche). Für meine Begriffe ein bisschen sehr raumgreifend. Ich möchte endlich, endlich, endlich wieder eine Küche haben, in der man gerne Plätzchen bäckt, selbst Nudeln macht oder all sowas. Unsere aktuelle Küche gibt das platzmässig einfach nicht her – und das liegt nicht nur an der Waschmaschine.

2017 war auch das Jahr, in dem wir vergleichsweise wenig helfende Gäste hatten. Also eigentlich keine, bis auf unsere Eltern in voller Mannstärke – und zwar auch unter widrigsten Umständen! Danke Muddi, Vaddi, Mutter und Vater! Ihr habt die Fahne hoch gehalten! Und wir sind mit Handwerkern beim Bau mächtig vorwärts gekommen, aber die sprechen nicht diese motivierenden Worte aus, die Freunde mitbringen, wenn sie sehen, dass man reichlich erschöpft ist. Leute da draußen: Wir haben einen großen Suppentopf, wir haben einen großen Tisch, wir haben Arbeitsklamotten und Handschuhe en masse und wir haben nach wie vor auch leicht zu erledigende Arbeiten. Nur Wände einreissen, das ist leider durch…  Und wir haben sogar eine funktionierende Dusche mit Warmwasser.

Anyway. Jetzt erstmal: Hoch die Tassen! Und happy 2018! Prost, Sonnenhaus!

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